das INSTITUT Radetzkystr. 18/3, 8010 Graz e-mail: office@dasinstitut.at

Migräne

Woran erkenne ich, dass ich eine Migräne habe?

Bei Migränekopfschmerzen handelt es sich um wiederkehrende, attackenartige Kopfschmerzen, die typischerweise nur eine Kopfhälfte betreffen. Zwischen den Attacken sind die Betroffenen schmerzfrei. Es sind 3 x mehr Frauen als Männer davon betroffen. Im Schnitt haben die Betroffenen 1 – 4 Attacken pro Monat. Manche Menschen berichten, dass es für ihre Migräneattacken Auslösefaktoren, wie z.B. den Genuß von Schokolade, Rotwein oder Käse, Hitze, Wind, Saunabesuche o.ä. gibt.

Die Schmerzattacken sind von mittlerer bis schwerer Intensität, beginnen häufig in den frühen Morgenstunden und werden meist von Übelkeit/Erbrechen begleitet. Bewegungen verstärken den Schmerz, weshalb die Betroffenen Bettruhe suchen, meist können sie auch weder helles Licht, noch Geräusche ertragen. Die Schmerzen sind pulsierend, manchmal auch drückend oder bohrend („Gewitter im Kopf“). Ohne Therapie dauert ein Migräneanfall 4 – 72 Stunden. Hinterher fühlen sich viele „wie neugeboren“.

Bei manchen Menschen tritt eine sog. „Aura“ auf, d.h. dass die Menschen unter neurologischen Störungen, wie Augenflimmern (Flimmerskotom), Geruchssensationen, Lähmungen oder Sprachstörungen o.ä. leiden, die ca. 20 Minuten vor der Kopfschmerzattacke auftreten und verschwinden wenn die Schmerzen beginnen.

Welche Ursachen kann Migräne haben?

Es gibt eine genetische Veranlagung für Migräne und deshalb auch die Häufung in manchen Familien. Wann und warum die Erkrankung ausbricht ist bisher nicht erforscht. Bei manchen Frauen ist eine Beziehung zum Zyklus zu beobachten: die erste Migräneattacke tritt in der Zeit der ersten Periodenblutung auf, Schmerzfreiheit während der Schwangerschaft und Attacken, die nur vor der Periodenblutung auftreten (sog. „menstruelle Migräne“). Aber bei anderen Frauen ist es ganz anders und: auch Männer haben Migräne.

Generell handelt es sich um eine Kombination aus einer Fehlregulation der Durchblutung des Gehirns und einer kurzfristigen, nicht-bakteriellen Entzündungsreaktion der Hirnhäute und des Gebietes der Trigeminusnerven. Außerdem sind gewisse Störungen der Botenstoffe des Gehirns an der Entstehung der Migräne beteiligt. Migränepatienten sind meist besonders fleißig und gewissenhaft und können schlecht ‘abschalten’. Sie arbeiten zu viel, nehmen alles in ihrer Umgebung sehr genau wahr und schützen sich zu wenig vor Reizüberflutung. Die Psychologen sprechen von einer ‘Filterstörung’.

Was kann man gegen Migräne tun?

Eine völlige Heilung ist leider selten möglich, aber in ca. 70% der Fälle kann eine gute Therapie die Anzahl der Attacken und deren Dauer und Stärke verringern.

  1. Regelmäßiger Tagesablauf mit möglichst wenig Stress und genügend Schlaf (am besten immer gleich lang)
  2. Auslöser vermeiden
    1. Sport, z.B. regelmäßig joggen
    2. regelmäßig essen und trinken (Wasser, Tee)
    3. wenig Alkohol und Nikotin

Unser Therapieangebot:

  1. Entspannungsverfahren
  2. Selbsthypnotische Verfahren
  3. Stressfaktoren erkennen und den besseren Umgang damit erlernen
  4. Medikamente gegen die Migräneattacken, deren richtige Dosierung und zeitlich sinnvolle Einnahme
  5. Medikamente zur Prophylaxe
---Impressum---