das INSTITUT Radetzkystr. 18/3, 8010 Graz e-mail: office@dasinstitut.at

Trigeminusneuralgie

Woran erkenne ich, dass ich unter einer Trigeminusneuralgie leide?

Die Symptome sind sehr einheitlich. Es handelt sich um Schmerzattacken, die nur in einer Gesichtshälfte auftreten und sich gemäß der drei Äste des Trigeminusnerven aufteilen: 1. Ast à Schmerzen in der Stirn und den Augen (ca. 19%), 2. Ast à Schmerzen im Bereich der Nase und des Oberkiefers (ca. 35%), 3. Ast à Schmerzen im Unterkiefer und Kinn (ca. 44%). Die Attacken dauern wenige Sekunden bis 2 Minuten und sind extrem schmerzhaft mit elektrisierendem, brennendem oder stechendem Charakter. Die Schmerzen sind immer durch spezielle Faktoren auslösbar, wie Kauen, Sprechen, Zähneputzen, Berührungen oder einen Windhauch. Zwischen den Attacken besteht völlige Schmerzfreiheit. Normalerweise sind alle neurologischen Funktionen normal. Wenn Störungen auftauchen, wie z.B. Gefühlsstörungen der Haut, Hörminderung oder Bewegungsstörungen der Muskulatur, muss sofort eine Kernspintomographie durchgeführt werden, ebenso wie im Fall von Dauerschmerzen. Anfänglich sind schmerzfreie Perioden von Monaten oder Jahren möglich. Eine besondere Problematik besteht darin, dass Menschen, die unter einer Trigeminusneuralgie leiden, oft stark abnehmen und fehlernährt sind, da häufig Essen und Kauen die Attackenauslöser sind.

Welche Ursachen kann die Trigeminusneuralgie haben?

Man nimmt heute an, dass die Trigeminusneuralgie durch einen zu engen Kontakt zwischen einem Blutgefäß im Gehirn und einer Nervenwurzel, entsteht. Durch das Pulsieren einer Arterie (meist die Arterie cerebelli und ihre Äste) werden die Hüllen der Nervenfaser beschädigt, so dass es zu ‘Kurzschlüssen’ zwischen benachbarten Nervenfasern kommt. So können dann aus dem Körper ins Gehirn geleitete Impulse, die z.B. eine Bewegung melden sollen, auf eine ‘Schmerzfaser’ überspringen und statt nur im Gehirn eine Meldung zu machen, gleichzeitig die Schmerzbahn erregen. Das führt dann dazu, dass Berührungen im Gesicht oder Kaubewegungen schreckliche Schmerzattacken auslösen.

Die meisten Betroffenen sind über 50 Jahre alt, es erkranken mehr Frauen als Männer.

Was kann man gegen eine Trigeminusneuralgie tun?

Die Möglichkeiten zur Eigentherapie sind sehr begrenzt, letztlich helfen meist nur Medikamente oder eine Operation. In manchen Fällen hört eine Trigeminusneuralgie aber auch ebenso spontan auf wie sie begonnen hat.

Unser Therapieangebot:

  1. Verschreibung geeigneter Medikamente
  2. Durchführung von speziellen Injektionen an die betroffenen Nervenknoten
  3. Schmerzbewältigungsstrategien
  4. Ernährungsberatung
  5. Beratung bezüglich einer Operation
---Impressum---