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Tumorschmerzen

Die Diagnose ‘Krebs’ gehört mit zu den schrecklichsten Erlebnissen im Leben eines Menschen. Nicht nur, daß man sich mit dem Gedanken, eventuell in kurzer Zeit sterben zu müssen, auseinandersetzen muß, auch die Angst vor unerträglichen Schmerzen, entmutigt viele Menschen. Dabei ist es schwierig von ‘den Tumorschmerzen’ zu reden. Es gibt viele verschiedene Arten von Krebs, sie können fast alle Teile des Körpers betreffen, und jedes Organsystem reagiert anders. So sind die Schmerzen, die man bei Lymphdrüsenkrebs erleiden muß anders, als die Schmerzen bei einem Gehirntumor oder bei Magenkrebs. Immer spielt die Psyche eine große Rolle. Angst vor dem Sterben, ungelöste Konflikte im Leben, Zukunftspläne, die bedroht scheinen, Einsamkeit, die Unfähigkeit über seine Ängste zu sprechen, Furcht, geliebte Menschen zu verlieren, oder allein zu lassen - es gibt unzählige Gründe für eine extreme psychische Belastung, wenn man erfährt, daß man Krebs hat. Und diese Ängste beeinflussen das Schmerzempfinden sehr stark. Man erlebt immer wieder, daß Menschen, die ihre ungelösten Probleme und Ängste ausgesprochen haben, plötzlich deutlich weniger Schmerzen haben - bei gleichem Tumorstadium und gleicher Schmerzmittelgabe.

Allgemeines

Krebs ist neben den Todesfällen durch Herz-/Kreislauferkrankungen, die häufigste Todesursache. Dabei gibt es große regionale Unterschiede welche Krebsart am häufigsten ist und das legt den Schluß nahe, daß Lebensumstände und -einflüsse sehr bedeutsam sind. In vielen Studien wurde bestätigt, daß Rauchen, Ernährungsgewohnheiten, Umweltbelastungen, Sonneneinstrahlung, körperliche Bewegung, Alkoholkonsum, Sexualverhalten und Entzündungen neben einer genetischen Veranlagung wichtige Einflußfaktoren sind. Unbestritten ist aber auch die Tatsache, daß psychische Einflüsse sehr wichtig sind. Je ausgeglichener ein Mensch leben kann, je besser er Schicksalsschläge und Konflikte bearbeiten kann, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken. Außerdem wurde in vielen Studien herausgefunden, daß die soziale Einbindung, enge Freundschaften und gute Beziehungen einen großen Einfluß auf die Gesundheit haben (siehe Kapitel 2: Beziehungen).

Symptome

Wie oben erwähnt, sind Tumorschmerzen äußerst unterschiedlich. Generell bestimmt die Organstruktur, die vom Tumor befallen ist, welche Art von Schmerzen auftritt. Tumorschmerzen können Nervenschmerzen sein, wenn Nervenwurzeln oder - stränge befallen sind oder bedrängt werden. Knochenschmerzen treten bei Knochentumoren/-metastasen oder Knochenbrüchen, infolge der Metastasen, auf. Durchblutungsstörungen - sowohl Mangeldurchblutung (sog. Ischämie) wie auch Schwellungen infolge von Abflußstörungen - können beim Verschluß von Blutgefäßen entstehen. Hohlorgane (Darm/Niere/Harnleiter u.a.) reagieren bei der Verlegung durch einen Tumor oder Metastasen mit kolikartigen Schmerzen. Werden Organstrukturen zerstört (z.B. bei Magenkrebs) entstehen immer starke Schmerzen. Sind Organe befallen, die von einer empfindlichen Hülle umgeben sind, steht ein dumpfes Druckgefühl im Vordergrund (z.B. bei Lebermetastasen oder Kopfschmerzen bei einem Gehirntumor).

Wird der Krebs rechtzeitig entdeckt, sind die Heilungschancen heutzutage gut. D.h., daß die Diagnose ‘Krebs’ nicht unbedingt heißen muß, daß man Schmerzen erleiden muß.

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